Straßenlärm, Bahnlinie, Flugverkehr oder die Gaststätte nebenan: Wo es draußen laut ist, entscheidet das Fenster darüber, wie ruhig es drinnen bleibt. Als traditionsbewusster Familienbetrieb beraten wir Sie herstellerunabhängig – wir wählen also nicht das Fenster, das gerade vorrätig ist, sondern das, das an Ihrem Standort wirklich für Ruhe sorgt. Für Ihr Neubau- oder Sanierungsprojekt im Großraum München, Ebersberg, Markt Schwaben und Erding, alles aus einer Hand.
Den größten Anteil am Schallschutz trägt die Verglasung – nicht, wie oft vermutet, allein der Rahmen. Am Ende entscheidet aber das Zusammenspiel dreier Faktoren:
Unterschiedlich dicke Glasscheiben (asymmetrischer Aufbau) verhindern, dass beide bei derselben Frequenz mitschwingen und den Schall durchlassen. Dazu kommen ein breiter Scheibenzwischenraum und – bei hohen Anforderungen – ein Verbundglas mit spezieller schalldämpfender Folie.
Der Rahmen liefert die nötige Masse und sorgt für dichte, saubere Anschlüsse. Mehrere Dichtungsebenen halten den Schall genau dort auf, wo Flügel und Rahmen aufeinandertreffen – dabei zählt jede intakte Dichtung, denn schon eine schadhafte Stelle mindert die Wirkung spürbar.
Selbst ein hervorragendes Fenster verliert seine Wirkung, wenn es nicht luftdicht und fachgerecht eingebaut ist – über undichte Fugen oder Rollladenkästen dringt der Lärm sonst weiter ein. Genau deshalb übernehmen wir beides, Fenster und Einbau, verlässlich aus einer Hand.
Der Schallschutz eines Fensters wird als bewertetes Schalldämmmaß in Dezibel (Rw) angegeben. Die Richtlinie VDI 2719 fasst diese Werte zu sechs Schallschutzklassen zusammen:
25–29 dB
30–34 dB
35–39 dB
40–44 dB
45–49 dB
ab 50 dB
Ein normales, gut gedämmtes Fenster liegt meist in Klasse 2. Echte Schallschutzfenster beginnen etwa ab Klasse 3 und reichen bis Klasse 6 für stark belastete Lagen.
Den genauen Bedarf hält ein Schallschutzgutachten fest: Ein externer Sachverständiger ermittelt darin den maßgeblichen Außenlärmpegel und die erforderliche Schallschutzklasse. Diese Leistung erbringen wir nicht selbst – wir setzen ihr Ergebnis aber in das passende Fenster um.
Grundsätzlich lässt sich mit jeder Fensterart der geforderte Schallschutz erreichen. Den erreichbaren Schallschutzwert bestimmt am Ende die gewählte Verglasung. Die folgenden Modelle aus dem Rumpfinger-Sortiment bringen dafür die besten konstruktiven Voraussetzungen mit – große Einbautiefe, mehrere Dichtungsebenen und die Aufnahme dicker Schallschutzgläser. Welches Modell mit welcher Verglasung Ihre Zielklasse erreicht, stimmen wir in der Beratung gemeinsam ab.
Mit 7-Kammer-Profil, 88 mm Einbautiefe und drei Dichtungen inklusive Mitteldichtung die dichteste Kunststoff-Variante. Für besonders schwere Verglasungen nimmt das KF-Gealan-Kontur Glasstärken bis 56/66 mm auf.
Trägt bereits serienmäßig 44 mm starkes Glas und bietet mit Mitteldichtung eine sehr dichte Basis. Alternativ das KAF-AD 88 mit 7-Kammer-Profil.
Dank zweier hintereinanderliegender Fensterebenen mit rund 10 cm Zwischenraum konstruktiv der stärkste Schallschutzaufbau im Sortiment, ideal für denkmalgeschützte Lagen an lauten Straßen
Jede Fensterart kann den geforderten Schallschutz erfüllen – entscheidend sind vor allem Verglasung und Montage. Das jeweilige Material bringt zusätzlich eigene Stärken mit. Welches am besten zu Ihrem Gebäude passt, klären wir gemeinsam: Kunststofffenster, Kunststoff-Alu-Fenster, Holz-Alu-Fenster, Holzfenster, Aluminiumfenster sowie Stil- und Kastenfenster.
Der häufigste Grund für ein Fenster, das trotz teurer Verglasung nicht leiser macht, ist eine undichte Montage. Schall sucht sich jede Fuge – ein nicht sauber abgedichteter Anschluss, ein ungedämmter Rollladenkasten oder eine schlecht schließende Dichtung genügen, um die Wirkung des besten Glases zunichtezumachen.
Der Wert Rw (bewertetes Schalldämmmaß) gibt in Dezibel an, um wie viel ein Fenster den Außenlärm senkt. Je höher der Wert, desto ruhiger wird es drinnen. Als Faustregel gilt: Rund 10 dB mehr Dämmung empfinden die meisten Menschen als etwa halb so laut. Der Sprung von einem einfachen Fenster (etwa 30 dB) auf ein gutes Schallschutzfenster (40 dB und mehr) ist im Alltag also deutlich spürbar.
Welche Klasse wo sinnvoll ist, ergibt sich aus dem Schallschutzgutachten – wir setzen es dann Raum für Raum um, damit Sie nur dort investieren, wo es wirklich etwas bringt.
Manchmal ja, häufig nein. Ein reiner Glastausch kann helfen, wenn Rahmen und Dichtungen noch einwandfrei sind – der Schallschutz ist dann aber durch den vorhandenen Rahmen begrenzt. Sind die Dichtungen alt oder der Einbau undicht, bringt neues Glas allein wenig. Wir beurteilen vor Ort ehrlich, ob ein Glastausch genügt oder ob sich der komplette Fenstertausch mehr lohnt.
Nein. Schall- und Wärmeschutz lassen sich problemlos kombinieren – moderne Verglasungen leisten beides zugleich. Wichtig ist nur ein Punkt: Sehr dichte Fenster tauschen kaum noch Luft mit der Umgebung. Ohne bewusstes Lüften kann das zu erhöhter Luftfeuchte und im schlimmsten Fall zu Schimmel führen. Deshalb sprechen wir bei der Beratung immer auch das Lüftungskonzept an – bei Bedarf mit Falzlüftern direkt im Fenster.
Den maßgeblichen Wert hält ein Schallschutzgutachten fest, das ein externer Sachverständiger erstellt – diese Leistung bieten wir nicht selbst an. Für Neubauten gibt zusätzlich die DIN 4109 abhängig vom Außenlärmpegel eine Mindestanforderung vor. Auf Grundlage des Gutachtens empfehlen wir Ihnen herstellerunabhängig die passende Klasse, ohne Überdimensionierung.
Ja, und oft sogar besonders guten. Gerade Kastenfenster mit ihrer zweischaligen Bauweise erreichen konstruktiv hervorragende Schallschutzwerte und lassen sich denkmalgerecht ausführen. Auch bei anderen Altbaufenstern finden wir eine Lösung, die Optik und Ruhe vereint. Sprechen Sie uns auf Ihr Gebäude an – wir beraten Sie zum passenden Weg.
Sie möchten wissen, welcher Schallschutz an Ihrem Standort sinnvoll ist? Vereinbaren Sie einen persönlichen und unverbindlichen Beratungstermin – oder besuchen Sie unsere Ausstellung in Hohenlinden, wo Sie Verglasungen und Beschläge in der Praxis erleben.